Bulimie

Bulimie - Symptome,Therapie und Verbreitung

Symptome

  • wiederholte Essanfälle (Betroffene nehmen in kurzer Zeit große Nahrungsmengen zu sich)
  • Kontrollverlust während Fressanfällen
  • idR. kohlenhydrat- und kalorienreiche Lebensmittel (Gebäck, Schokolade, Kartoffelchips,usw)
  • Die Kalorienaufnahme von bis zu 10.000 Kalorien bei einem Fressanfall
  • treten in der Regel mehrmals wöchentlich auf (in einigen Fällen täglich) –
  • verschleiern der Problematik durch einkaufen in viele verschiedene Supermärkten, verstecken von Müll, heimliches Essen usw.
  • Gleichzeitig haben Menschen mit Bulimie große Angst vor einer Gewichtszunahme (permanente Beschäftigung mit dem eigenen Gewicht)
  • Körperschemastörung: Bulimiker nehmen sich selbst als dicker wahr, als sie wirklich sind.
  • Maßnahmen der Gewichtskontrolle: Dazu führen sie meist ein Erbrechen herbei (Ess-Brech-Sucht) oder Missbrauch von Abführmitteln
  • häufige Diäten, fasten, übermäßig viel Sport

2 Formen der Bulimia nervosa:

  • Purging-Typ: Bei diesem häufigen Bulimie-Typ erbrechen die Betroffenen nach dem Essen oder nehmen Abführmittel
  • Non-purging-Typ: Bei diesem selteneren Bulimie-Typ fehlen Erbrechen und Medikamentenmissbrauch; stattdessen fasten zwischen den Essattacken und übermäßiger Sport um Kalorien zu verbrennen

Folgen

  • Schäden an den Zähnen durch Magensäure, die Karies begünstigen
  • schwielige Finger
  • geschwollene Speicheldrüsen
  • Reizungen und Entzündungen der Speiseröhre durch die Magensäure, ggf. Refluxkrankheit
  • Heiserkeit
  • Schluckstörungen
  • gestörtes Säure-Basen-Gleichgewicht (metabolische Alkalose)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Niereninsuffizienz
  • Hormonelle Störungen

Diagnose

  • Hausarzt wird oft über Folgeschäden auf die Problematik aufmerksam
  • Gespräch mit Psychologe oder Psychiater zur Stellung der Diagnose

Therapie

  • Psychotherapie um Alternativverhalten zu Fressattacken zu integireren und so das Erbrechen zu vermeiden
  • Evt. Medikamentöse Behandlung der Folgeschäden

Verbreitung

  • am häufigsten bei jungen Menschen (15-35 Jahre alt)
  • vor allem bei Frauen (10x mehr als MännerDie meisten Bulimiker sind zwischen 15 und 35 Jahren alt.
  • etwa zwei Prozent aller Mädchen und jungen Frauen leiden an Bulimie (vermutlich höhere Dunkelziffer)
  • oft Entwicklung aus einer Magersucht